Mit Kinderwagen muss ich wie ein Hooligan aussehen
18 05 2009
Zumindest vermittelte mir dies die Staatsmacht am Samstag Abend am Stuttgarter Hauptbahnhof. Da meine Freundin mit Fieber im Bett lag, schnappte ich mir am Mittag unsere Kleine und besuchte erst meine Großeltern und anschließend noch ein paar Freunde in Bietigheim-Bissingen. Am Abend, um 19.56 Uhr um genau zu sein, fuhr ich dann mit einem Regionalexpress zurück nach Stuttgart und durfte dort auf dem Bahnsteig was ganz interessantes erleben.
Schon im Zug fiel mir eine Hand voll Bayern-Fans auf, die beim Spiel des FCB in Hoffenheim und jetzt auf dem Weg nach Hause waren. Kaum aber hatte ich am Hauptbahnhof den Zug verlassen, wurden aus einer Hand voll Fans, ein paar hundert Fans, die zudem von dem ein oder anderen Polizeibeamten begleitet wurden.
Ich schob dann den Kinderwagen durch die Menge hindurch und sah schon von weitem, dass das Ende des Bahnsteigs durch drei Reihen von Bereitschaftspolizisten, die da in voller Ausrüstung standen, blockiert war. Ich dachte natürlich, die werden mich schon durchlassen, schließlich habe ich ja einen Kinderwagen dabei - aber da hatte ich mich mal mächtig getäuscht.
Ich stand zuerst am linken Rand des Bahnsteigs, vor mir eine Mauer aus Polizisten und sah, dass ich nichts sah. Zumindest keine Bewegung bei den Damen und Herren in Grün, die darauf schließen lies, dass ich durchgelassen werden könnte. Nach etwa einer halben Minute schob ich den Wagen in Richtung Bahnsteigmitte, wo mir eine Polizistin zu Verstehen gab, auch hier ginge es für mich nicht durch. Wenn dann nur da rechts außen. Dort wurde nämlich jeweils eine Person nach der anderen durchgelassen, aber natürlich erst nachdem der Personalausweis kontrolliert wurde. Ich freute mich schon darauf, etwas mehr Zeit als geplant am Hauptbahnhof verbringen zu dürfen, und malte mir gerade aus, wie es wird, wenn ich mitten auf dem Bahnsteig, zwischen einer Horde halbstarker Möchtegern-Ultras, Windeln wechseln darf. Aber - ich hatte schon nicht mehr damit gerechnet - erkannte ein Polizist, dass von mir und meinem Kinderwagen wenig Gefahr ausgeht und sagte, ich könne zwischen den Polizisten durch gehen. Aber wenn, dann bitte nur gaaaanz langsam.
Am Ende eines Tages, an dem ich mich sowieso schon ständig wunderte, wie rücksichtslos viele Menschen in der Bahn sind, weil sie zwar mehr als genug Platz haben um am Kinderwagen vorbei zu kommen und trotzdem dran rammen, als müsste müsste man Punkte beim "Hau den Lukas" sammeln (das war dann der Punkt an dem ich doch auch hätte gewalttätig werden können), war dieses Erlebnis dann doch irgendwie das Tüpfelchen auf dem i.
Schon im Zug fiel mir eine Hand voll Bayern-Fans auf, die beim Spiel des FCB in Hoffenheim und jetzt auf dem Weg nach Hause waren. Kaum aber hatte ich am Hauptbahnhof den Zug verlassen, wurden aus einer Hand voll Fans, ein paar hundert Fans, die zudem von dem ein oder anderen Polizeibeamten begleitet wurden.
Ich schob dann den Kinderwagen durch die Menge hindurch und sah schon von weitem, dass das Ende des Bahnsteigs durch drei Reihen von Bereitschaftspolizisten, die da in voller Ausrüstung standen, blockiert war. Ich dachte natürlich, die werden mich schon durchlassen, schließlich habe ich ja einen Kinderwagen dabei - aber da hatte ich mich mal mächtig getäuscht.
Ich stand zuerst am linken Rand des Bahnsteigs, vor mir eine Mauer aus Polizisten und sah, dass ich nichts sah. Zumindest keine Bewegung bei den Damen und Herren in Grün, die darauf schließen lies, dass ich durchgelassen werden könnte. Nach etwa einer halben Minute schob ich den Wagen in Richtung Bahnsteigmitte, wo mir eine Polizistin zu Verstehen gab, auch hier ginge es für mich nicht durch. Wenn dann nur da rechts außen. Dort wurde nämlich jeweils eine Person nach der anderen durchgelassen, aber natürlich erst nachdem der Personalausweis kontrolliert wurde. Ich freute mich schon darauf, etwas mehr Zeit als geplant am Hauptbahnhof verbringen zu dürfen, und malte mir gerade aus, wie es wird, wenn ich mitten auf dem Bahnsteig, zwischen einer Horde halbstarker Möchtegern-Ultras, Windeln wechseln darf. Aber - ich hatte schon nicht mehr damit gerechnet - erkannte ein Polizist, dass von mir und meinem Kinderwagen wenig Gefahr ausgeht und sagte, ich könne zwischen den Polizisten durch gehen. Aber wenn, dann bitte nur gaaaanz langsam.
Am Ende eines Tages, an dem ich mich sowieso schon ständig wunderte, wie rücksichtslos viele Menschen in der Bahn sind, weil sie zwar mehr als genug Platz haben um am Kinderwagen vorbei zu kommen und trotzdem dran rammen, als müsste müsste man Punkte beim "Hau den Lukas" sammeln (das war dann der Punkt an dem ich doch auch hätte gewalttätig werden können), war dieses Erlebnis dann doch irgendwie das Tüpfelchen auf dem i.





















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