Wie war das noch? Keiner wird durch Studiengebühren vom Studium abgehalten?


01 09 2008
Folgenden Satz findet man auf der Seite des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg:

Niemand wird aus finanziellen Gründen davon abgehalten, ein Studium zu beginnen.


Das Manager-Magazins kommt dann aber unter der Überschrift Elite ohne Zukunft zu einer anderen Erkenntnis. Schon in der Einleitung des Artikels ist folgendes zu lesen:

Wegen finanzieller Hürden verzichten in Deutschland immer mehr Abiturienten selbst mit Spitzennoten auf ein Studium. Vor allem Schulabgänger aus einkommensschwächeren Familien können sich die hohen Kosten für den akademischen Abschluss nicht mehr leisten.


Interessant ist auch eine Berechnung des Statistischen Bundesamtes, die im Artikel Erwähnung findet: demnach gab es im Jahr 2007, verglichen mit 2003, zwar 17 Prozent mehr Menschen die ihr Abitur oder die Fachhochschulreife machten. Allerdings sank im gleichen Zeitraum die Zahl der Studienanfänger um 5 Prozent.

Wer hat jetzt recht? Liebe Befürworter von Studiengebühren macht euch doch mal bitte etwas genauer Gedanken darüber, ob es vielleicht doch nicht ganz so einfach ist die zusätzliche Belastung, die durch die Studiengebühren entsteht, zu stemmen. Ich kann da selbst nur ein Lied von singen. Schließlich finanziere ich mir mein Studentenleben komplett alleine und war schon ein mal kurz davor hinzuschmeissen.




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