Verpixelte Bilder und die Suchmaschinenoptimierung


15 04 2010
Beim Bildblog kann man ja öfters mal etwas über Pannen bei der Verpixelung von Bildern lesen. Ähnlich "großartiges" hat man nun bei Welt online in einem Artikel über den größten Kokain-Fund Deutschlands geschafft.

In diesen Fall scheint ein ehemaliger Fussballspieler verwickelt gewesen zu sein, der dann auch groß mit einem Bild abgebildet wurde, wobei aber die Augenpartie des Gesichts verpixelt wurde. Im Text wurde sein Name dann zwar auch nur verkürzt mit Kevin H. angegeben, warum man dann aber jede Menge Hinweise hinterlässt, mit deren Hilfe man schon recht schnell den vollständigen Namen hätte herausfinden können, bleibt wohl ein Geheimnis der Redaktion (Anm.: Welt Online ist da nicht alleine).

Das man im Prinzip den vollen Namen gleich hätte hinschreiben können, liegt letzlich daran, dass man bei Welt Online wohl sehr auf das Thema Suchmaschinenoptimierung bedacht ist und das kleine 1x1 der On-Page Optimierung anwendet. So hat man zum einen dem Bild einen aussagekräftigen Dateinamen gegeben und desweiteren alt- und title-Tag ebenfalls mit passenden Texten befüllt. Das Ergebnis sieht dann folgendermaßen aus:

<img src="http://www.welt.de/multimedia/archive/1271239798000/01069/NACHNAME_gepixelt_DW_1069542g.jpg" title="Fußball: Kevin H. (FC Hansa Rostock)" alt="Fußball: Kevin H. (FC Hansa Rostock)" width="480" height="320" style="height:26.666666666666668em;width:40.0em;"/>

An der Stelle, an der hier in Fettschrift "NACHNAME" steht, findet sich im Original-Dateinamen des Bildes der tatsächliche Nachname des von Kevin H.

Da macht die Verpixelung richtig Sinn!



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Kommentare

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15 04 2010
#1 Alexandra (Antwort)

Gut, eine derartige Unkenntlichmachung ist dann wohl wirklich nicht besonders sinvoll. Wenn man schon versucht, dem Betroffenen Anonymität zuzusichern, sollt man das auch ein wenig mehr durchdenken und zweifelhafte Dateinamen dementsprechend anpassen. Wenn dann zusätzlich noch der Verein des Beschuldigten genannt wird, kann sich an Hand des Vornamens schießlich auch der Letzte denken, um wen es sich handelt.


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